Anfang März haben wir dich und weitere Mitglieder und Sympathisant:innen zum Thema Wohnen und Stadtentwicklung befragt. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes, aber klares Bild. Unsere Basis will mehr Wohnraum, und zwar pragmatisch, qualitätsvoll und ohne unnötige Hürden. Eine breite Zustimmung von knapp 80% gibt es für die Verdichtung, während gleichzeitig hohe Ansprüche an Städtebau, Freiraum und Lebensqualität bestehen. Über 91% befürworten das Bauen in die Höhe (Hochhäuser) mit ja oder eher ja. Auch wurde der Wunsch nach einfacheren, verlässlicheren Verfahren deutlich. Lange Planungsprozesse, unklare Vorgaben und zusätzliche Auflagen wurden als zentrale Bremsfaktoren identifiziert.
In der Diskussion zu den Einwendungen der aufgelegten Totalrevision der Bau- und Zonenordnung haben wir die Ergebnisse der Umfrage aufgegriffen und sie in konkrete und sinnvolle Vorschläge umgesetzt. Im Zentrum standen Aufzonungen, mehr preisgünstiger Wohnraum sowie die Sicherung von Grün- und Freiräumen.
Eins ist klar. Zürich kann mehr Wohnraum nur durch eine konsequente Verdichtung schaffen. Deshalb sollen stadtweit höhere Gebäude sowie die Abschaffung der zweigeschossigen Einfamilienhauszonen geprüft werden. Bei grossen Arealen soll der zusätzliche Wohnungsbonus vollständig an die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum geknüpft werden. Damit wir im Spannungsfeld von Grünraum und Verdichtung eine gute Balance finden, müssen die Vorgaben jedoch einfach, verständlich und pragmatisch sein, damit wir eine qualitative Stadtentwicklung erreichen, die die Bevölkerung und ihre Ansprüche ins Zentrum stellt.
Im September 2026 werden wir über das Referendum zur Hochhausrichtlinie abstimmen. Der Stadtrat legt seine ursprüngliche Vorlage ebenfalls zur Abstimmung. Diese sieht z. B. niedere Hochhäuser bis 40 Meter in sinnvollen Zonen vor. Der Gemeinderat hat diese Zonen fast komplett gestrichen und verunmöglicht daher das Potential richtig ausschöpfen zu können.
Wir wollen die Debatte um Höhe und Dichte neu führen und das Potenzial für zusätzlichen Wohnraum besser ausschöpfen. Hochhäuser sind kein Selbstzweck, leisten aber an geeigneten Lagen einen wichtigen Beitrag, um mehr Menschen in der Stadt unterzubringen, ohne zusätzliche Flächen zu verbrauchen. Entscheidend ist eine klare, verlässliche Regelung, die Qualität sichert und gleichzeitig Planungssicherheit schafft. Deshalb setzen wir uns klar für die Vorlage des Stadtrats ein, die genau diese Ziele verfolgt.
Damit zeigen wir, dass wir Politik ernst nehmen und auf die drängenden Fragen Antworten haben.
Deshalb setzen wir uns am 27. September überzeugt für die Vorlage des Stadtrats ein.