Wahlkampfprogramm GLP Stadt Zürich

Ziele

Unsere Wahlthemen 2026-2030

Wir setzen uns für eine lebenswerte Stadt Zürich ein

Wir wollen eine chancengerechte und liberale Stadt, die Eigenverantwortung fördert und gleichzeitig faire Rahmenbedingungen schafft. Zürich muss in zentralen Zukunftsfragen vorangehen – beim Klimaschutz, in der Stadtentwicklung & Wohnförderung und bei der Modernisierung der Strukturen für eine agile Gesellschaft und Wirtschaft. Nur so bleiben Lebensqualität und Wohlstand für kommende Generationen gesichert. Deshalb setzen wir uns ein für eine nachhaltige Mobilität, mehr bezahlbaren Wohnraum, eine innovative Wirtschaft, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie beste Bildungschancen für alle.

Damit Zürich eine offene, moderne Chancenstadt bleibt, in der jede und jeder das eigene Lebensmodell frei gestalten kann. Wir sind fest der Überzeugung: Da liegt mehr drin.

Umwelt & Mobilität

 

Zürich soll eine Stadt sein, in der wir auch morgen gerne leben – lebendig, grün und mit einer zukunftsfähigen Mobilität. Dafür braucht es erneuerbare Energie statt fossile Abhängigkeit, Gebäude, die mehr Energie erzeugen als verbrauchen, und eine Kreislaufwirtschaft, in der Materialien nicht verschwinden, sondern weiterverwendet werden. Verkehr, Energie und Stadtentwicklung müssen zusammengedacht werden: mit sicheren Velo- und Fusswegen, vernetztem ÖV, ausgebauter und verfügbarer Ladeinfrastruktur und smarter Verkehrslenkung. Das ist eine Mobilität, von der alle profitieren. Gleichzeitig müssen wir unsere Stadt mit mehr Bäumen, begrünten Dächern, entsiegelten Plätzen und Schattenoasen vor der Hitze schützen. Wo Beton war, soll wieder Leben entstehen: mit Wildblumenwiesen, Stadtgärten und offenen Bächen. Wenn wir Zürich gemeinsam umbauen – ökologisch, sozial und verantwortungsvoll –, schaffen wir eine Stadt, die nicht nur funktioniert, sondern auch begeistert.

 

Netto Null Ziele umsetzen 

  • lokale Kreislaufwirtschaft ermöglichen und fördern
  • weg von fossilen Energien wie Öl und Gas 
  • Netto Null vor Ort erreichen, und nur dort wo nötig auf sinnvolle Kompensationen setzen
  • Stadt als Materiallager für eine Kreislaufwirtschaft mit Zugang für Verwaltung und Private ermöglichen
  • «Netto Null-Häuser» als neuer Gebäudestandard anstreben und Rahmenbedingungen schaffen
  • Negativemissionstechnologien fördern und Negativemmissionen beim Bauen mitdenken
  • Partizipation & Produktion von Ökostrom fördern
  • energiepositive Quartiere fördern
  • Wärmenutzung mit Industrie & Gewerbe besser koppeln
  • Pilotversuch für dynamische Strompreise umsetzen

 

Stadtklima

  • Baumbestand nachhaltig erneuern und erweitern 
  • Plätze bedarfsgerecht gestalten und Entsiegelung umsetzen
  • Dach- und Fassadenbegrünungen sowie bessere Versickerung ermöglichen und fördern
  • mehr Schattenplätze schaffen
  • mit Bürger*innen- & Unternehmensinitiativen Flächen entsiegeln – digital mitentscheiden & lokal begrünen

 

Biodiversität

  • Vernetzung bestehender Grünflächen ausbauen
  • Ausdohlung von Bächen forcieren mit Priorisierung hitzebelasteter Quartieren
  • Urban Farming & Vertical Farming Konzepte ermöglichen
  • Wildblumenwiesen statt „englische Rasenflächen“ erstellen

 

Verkehrsströme

  • Velo- und Fussverkehr fördern & weniger Mischverkehr
  • öffentlicher Verkehr weiter ausbauen
  • autonomes Fahren ermöglichen
  • adaptive Verkehrssteuerung einrichten und Reibungsverluste verringern
  • ganzheitliches Mobility-Pricing anstreben
  • Privatinitiativen für intelligente Lieferketten der Feinverteilung ermöglichen und fördern
  • Schulwege sicherer machen
  • subjektive Sicherheit in der Planung berücksichtigen

 

E-Mobilität

  • Rahmenbedingungen für ein privates, flächendeckendes Netz an Ladestationen schaffen
  • öffentlich zugängliche Ladestationen in Blauen Zonen erstellen
  • dynamisches Laden je nach Tageszeit & Bedarf mit Preismodell für gerechte Nutzung ermöglichen
  • Privat Public Partnership im Angebot ermöglichen

Wohnen & Urbanität

 

Zürich soll eine Stadt sein, in der wir auch morgen gerne leben – mit durchmischten Quartieren, bezahlbarem Wohnraum und Raum für Begegnung. Dafür braucht es neue Wege im Wohnbau: Aufzonungen, smarte und modulare Bauweisen schaffen flexibel nutzbare Räume für unterschiedliche Lebensformen. Wohnen, Arbeiten und Freizeit sollen näher zusammenrücken – mit lebendigen Erdgeschossen, Co-Working-Spaces und Sky-Parks. Adaptive Zonen ermöglichen neue Wohnformen wie Cluster- und Co-Living. Stadtwachstum verstehen wir als Chance für Vielfalt nicht als Problem, nämlich mit organisch wachsenden Strukturen statt starrer Planung. Temporäre Nutzungen, Stadtgärten und Pop-up-Lösungen bringen Leben in den Alltag. Gemeinnütziger Wohnraum soll gefördert und stadteigene Liegenschaften gezielt eingesetzt werden. Ökologie und bezahlbares Wohnen gehören dabei zusammen – nicht gegeneinander ausgespielt, sondern gemeinsam gedacht.

 

Wohnen & Stadtentwicklung

  • Wohnraum durch Aufzonungen und Nachverdichtung schaffen
  • Suffizienz im Raumbedarf fördern, modulares Bauen als Standard etablieren
  • schrittweise Entwicklung von Arealen durch Etappierung fordern und fördern
  • Co-Living-Konzepte fördern
  • Stadt der kurzen Wege fördern und leben
  • Diversität und Durchmischung sichern
  • weniger stadteigene Stiftungen, mehr gemeinnützige Wohnbauträger fördern
  • Wohnentwicklung in mehreren Ebenen schaffen, unten Büro & Dienstleistung, oben Wohnen mit Sky-Quartierpark
  • adaptive Housing-Zonen schaffen und Cluster-Wohnformen ermöglichen
  • Ökologie und preisgünstiges Wohnen nicht gegeneinander ausspielen
  • bürokratische Hürden fürs Bauen abbauen, Bauen vereinfachen

 

Urbanität

  • Stadtwachstum als Chance für lebendige und diverse Quartiere nutzen
  • höhere Dichte durch zukunftsgerichtete Flächeneffizienz
  • Stadt der kurzen Wege fördert das Zusammenrücken von Wohnen, Arbeiten, Freizeit
  • organisch wachsende Strukturen zulassen und Stadtplanung nicht überreglementieren
  • temporäre Märkte, Pop-up-Stores, Co-Working-Spaces & Stadtgärten unbürokratisch zulassen

Wirtschaft & Verwaltung

 

Zürich soll eine Stadt sein, in der wir auch morgen gerne leben – mit einer zukunftsfähigen Wirtschaft, die Innovation und Nachhaltigkeit verbindet. Green-Tech-Unternehmen sollen sich hier ansiedeln, Studierende und Forschende die Stadt als Reallabor nutzen können. Die Verwaltung setzt Anreize für nachhaltiges Unternehmertum, investiert über Fonds und Pensionskassen gezielt in Zukunftsbranchen und baut die Ausbildung in Green-Tech-Berufen aus. Damit Zürich wirtschaftlich floriert, braucht es tiefere Steuern, schlanke Strukturen und vor allem keine unnötige Bürokratie. Digitale One-Stop-Shops, smarte Verwaltungsprozesse, und KI-gestützte Automatisierung schaffen Raum für Kreativität und Unternehmertum. Eine agile Stadtverwaltung, die Chancen erkennt, statt sie zu verbauen – das ist der Weg zu einem Zürich, das wirtschaftlich stark, digital führend und ökologisch verantwortungsvoll ist.

 

Züri-Green-Tech

  • auf Neuansiedlungen von Green-Tech-Unternehmen fokussieren, Zürich als «Green-Tech-Testzone» etablieren
  • städtische Instrumente der Wirtschaftsförderung auf Ziele der Nachhaltigkeit ausrichten
  • Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen intensivieren 
  • städtische Pensionskasse und Fonds sollen ihre Gelder verstärkt in nachhaltige Unternehmen und Start-ups investieren
  • Rahmenbedingungen schaffen, damit Zürich als Stadtlabor für Studierende und Forschende in realer Umgebung genutzt werden kann

 

Florierende Wirtschaft

  • gute Rahmenbedingungen für prosperierende, lokale Wirtschaft schaffen
  • öffentliche Dienstleistungen mehr subsidiär anbieten und dafür private Initiativen fördern
  • Abbau unnötiger Vorschriften durch regelmässige Überprüfung
  • keine unnötige Bürokratie
  • einfache Lösung mit digitalem und einheitlichem Serviceportal (One-Stop-Shops) für Firmengründungen & Genehmigungen
  • Belohnung für nachhaltiges Verhalten (CO2 Pricing bzw. Reduction = Erlass)

 

Steuern- und Gebührenpolitik

  • städtische Steuerbelastung ist zu reduzieren
  • wirkungsorientierter Mitteleinsatz in Ausgaben verfolgen
  • Leistungsüberprüfung der städtischen Verwaltung umsetzen
  • Gebühren auf Rechtmässigkeit und Höhe konsequent und periodisch überprüfen
 

Smart-City

  • Umsetzung der Smart City Strategie forcieren
  • periodischer «Smart City Performance Report» mit messbaren Indikatoren liefern
  • Digitalisierungsinstrumente in der Verwaltung implementieren und zentral steuern
  • Gesamtplanung für Evaluation von Risiken, Steuerung von Initiativen und Vermeidung von Doppelspurigkeiten
  • effizientere Ressourceneinsatz fördern, Datenschutz gewährleisten
 

Agile Verwaltung

  • digitales und einheitliches Serviceportal (One-Stop Shop) für alle Behördengänge weiterentwickeln
  • städtische Eigenbetriebe ausserhalb des Monopols verselbstständigen
  • städtische Beteiligungsstrategie auf strategische Felder konzentrieren
  • künstliche Intelligenz zur Verwaltungsautomatisierung nutzen wo sinnvoll und datenschutzkonform
  • verbessertes Wissensmanagement mit KI, um natürliche Fluktuation (Pensionierung) mit Automatisierung auffangen zu können

Bildung & Zusammenleben

Zürich soll eine Stadt sein, in der wir auch morgen gerne leben – weil Bildung, Betreuung und Zusammenleben Hand in Hand gehen. Familien brauchen bezahlbare und flexible Betreuung, auch für den Mittelstand, damit niemand zwischen Kind und Karriere wählen muss. Volksschulen sollen allen Kindern Chancen bieten, mit einem sinnvollen und individualisierten  Förderangebot und -rahmen wie Schulinseln oder Kleinklassen und einer etablierten Tagesschule.  Ein starkes duales Bildungssystem ermöglicht jungen Stadtzürcher*innen einen Beruf zu erlernen und stärkt gleichzeitig hiesige Betriebe, vom traditionellen Gewerbe bis hin zum Green-Tech Unternehmen. Junge Menschen brauchen Raum, nicht nur zum Lernen, sondern auch zum Mitgestalten. Ihre Stimmen sollen in der Stadt von morgen zählen. Ein gutes Zusammenleben wächst durch Teilhabe: unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen. Ältere Menschen sollen solange wie möglich selbstbestimmt wohnen und digital teilhaben können, während Migrant*innen echte Mitwirkung erfahren, auch in Politik und Verwaltung. Gesundheit und Sicherheit sowie Kultur und Sport gehören zur Lebensqualität dazu: mit smarter Versorgung, fairer Kulturförderung und sichtbarer Vielfalt im Alltag.

 

Familienpolitik

  • Familien in der Betreuung unterstützen mit bezahlbaren Kita- & Betreuungsplätzen
  • Bewilligungsvorschriften für Betreuungsangebote reduzieren
  • Rahmenbedingungen für flexiblere Betreuungskonzepte ermöglichen
  • mehr Unterstützung auch für höhere Einkommensklassen um hochqualifizierte Arbeitskräfte nicht aus dem Arbeitsmarkt zu verlieren

 

Bildung & Weiterbildung

  • sinnvolles Förderangebot ermöglichen, um die Chancengleichheit im Schulkontext zu stärken
  • sonderpädagogische Massnahmen gezielt einsetzen
  • provisorische und teure Lösungen für Schulbauten kritisch zu hinterfragen und anzupassen
  • duale Bildungswege stärken
  • engere Verzahnung von Berufsbildung & Zukunftsberufen ermöglichen
  • Vollausbau der Tagesschule umsetzen
  • private und gemeinnützige Anbieter für Ergänzung der Angebote der Tagesschulen einbinden
  • lokale Wirtschafts- und Branchenverbände in Aufbau von Green-Tech-Ausrichtung unterstützen

 

Soziales

  • bedarfs- und zielorientierte Unterstützung von Bedürftigen zur Stärkung der Eigenressourcen forcieren
  • Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt erwerbsorientiert vornehmen
  • nachhaltige Arbeitsmarktfähigkeit durch Weiter- und Nachbildung erreichen

 

Sicherheit

  • Schutz für alle Anspruchsgruppen gewährleisten
  • Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessern
  • stärkere Inpflichtnahme der Sportklubs für Gewährleistung der Sicherheit von Bewohnenden und Veranstaltungsgänger*innen

 

Gesundheit & Sport 

  • ambulante Angebote weiter gegenüber stationären forcieren
  • Telemedizin & digitale Pflegeunterstützung ausbauen durch Einführung von smarten Assistenzsystemen & digitalen Konsultationen
  • evidenzbasierte Drogenpolitik weiterentwickeln & Präventionsbestrebungen stärken
  • breite Teilhabe von Jugendlichen an sportlicher Aktivität fördern
  • Sport als Teil einer gesunden Bevölkerung fördern, integrative Wirkung von Sport nutzen

 

Alter

  • mehr bezahlbare Wohnungen und selbstbestimmtes Wohnen für ältere Menschen
  • Lösung für unterbelegte Wohnungen durch ältere Menschen anbieten
  • digitale Kompetenz älterer Menschen stärken und intergenerationale Projekte fördern für eine generationenübergreifende Vernetzung
  • lebenslange Wohnkonzeptplanung für eine bessere Rochade

 

Kinder & Jugendliche

  • ausreichend Räume für Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen inkl. Lärmzonen bereitstellen
  • Interessen von Kindern und Jugendlichen in Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums besser berücksichtigen
  • Gestaltungsräume für Kinder und Jugendliche ermöglichen, ohne alles durchgeplant zu haben
  • Partizipation von Kindern und Jugendlichen in gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen sicherstellen

 

Ausländer*innen & Migration

  • Partizipation von Ausländer*innen in gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen ermöglichen
  • administrative und finanzielle Hürden bei der Einbürgerung minimieren
  • Zugang von niedergelassenen AusländerInnen zu städtischen Tätigkeiten – auch in Beratungs- und Fachkommissionen – sicherstellen
  • Expats besser in die Gesellschaft integrieren

 

Kultur

  • Kulturförderung soll Platz für neues schaffen und Vielfalt zulassen
  • Qualität durch Vielfalt sicherstellen
  • «Politische Steuerung» der Kultur abbauen
  • faire und sichere Teilhabe von Kulturschaffenden gewährleisten
  • Kultur als verbindendes Mittel innerhalb der Gesellschaft fördern, um Verständnis für andere Sichtweisen zu schaffen

Weitere wichtige Themen

Du kannst dich jederzeit vertieft mit weiteren politischen Themen auseinandersetzen und dir ein umfassenderes Bild über die Arbeit und Positionen der GLP machen. Neben unseren Schwerpunktthemen gibt es eine Vielzahl weiterer Fragen, die für unsere Politik und die Gesellschaft wichtig sind – von Wirtschaft und Finanzen über Bildung und Gesundheit bis hin zu Digitalisierung und Sicherheit.

 

Wenn du über diese Themen mehr erfahren möchtest, findest du vertiefende Informationen und Hintergrundmaterialien auch auf der kantonalen Webseite. Dort kannst du dich gezielt weiterbilden, unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen und dir deine eigene fundierte Meinung bilden. So bleibst du gut informiert und kannst politische Entwicklungen besser einordnen und mitgestalten.