Mittwoch, 19. Juni 2019

Der Berg hat eine Maus geboren

Medienmitteilung der Grünliberalen Stadt Zürich zum neuen Grünbuch

13 Jahre nach dem ersten Grünbuch von 2006 publizierte die Stadt Zürich am 13. Juni dieses Jahres eine Neuausgabe des Grünbuches. Wie schon in der ersten Auflage von 2006 widmet sich das Papier Themen wie Grün- und Freiräumen, Natur, Erholung, Stadtökologie, Biodiversität und Umweltbildung in der Stadt Zürich – Themen, die für die Lebensqualität und die Ökologie in der Stadt Zürich von herausragender Bedeutung sind. Gerade vor dem Hintergrund steigender Durchschnittstemperaturen und heisseren Sommern kommen Parks, Plätzen, Stadtbäumen, Allmenden, dem Stadtwald und anderen Grün- und Freiräumen, insbesondere dank Ihrer Kühlwirkung, grosse Bedeutung zu. Daneben haben sie einen hohen Wert für Lebensqualität, Erholung, Begegnung und Biodiversität.

 

Die Grünliberalen der Stadt Zürich würdigen die umfassende Aufarbeitung der Themen, insbesondere der Zahlen und Fakten, die den aktuellen Zustand gut dokumentieren. Ebenfalls positiv ist, dass das Grünbuch und das Globalbudget nun Hand in Hand gehen. Der hohe Grad an fachlicher Kompetenz innerhalb der städtischen Dienstabteilung Grünstadt Zürich reflektiert sich darin deutlich.

 

Die umfassende Bestandsanalyse wird aus Sicht der Grünliberalen aber wirkungslos verpuffen, da klar definierte und messbare Ziele fehlen. Zwar formuliert das neue Grünbuch sogenannte «Wirkungsziele», die jedoch nicht über die unverbindliche Formulierung allgemeiner Visionen hinausgehen. Dies steht deutlich im Kontrast zur letzten Version. In anderen Worten: Der Stadtrat zeigt sich mutlos. Die Grünliberalen fordern konkrete, verbindliche, messbare und an einen klaren Zeitplan geknüpfte Wirkungsziele und Umsetzungsszenarien, die über die reine Erhaltung des Status Quo hinausgehen. Ebenso fordert die Partei eine regelmässige Berichterstattung der Stadtverwaltung, die den Fortschritt hinsichtlich dieser Wirkungsziele aufzeigt.