Am 30. November
Parolen für den 26. November 2017

5× JA

Matthias Wiesmann berichtet

Aus dem Gemeinderat

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Wahlprogramm 2014/18

5. Städtische Natur schützen

Die natürliche Umwelt erfüllt wichtige Aufgaben in der Stadt, beispielsweise als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung, als Rückzugsort für Tiere oder in klimatischer Hinsicht. Gerade in einer wachsenden Stadt steht die Natur unter permanentem Druck. Wir wollen die städtische Natur schützen, damit sie auch in Zukunft einen entscheidenden
Beitrag an die Lebensqualität leisten kann.

Die Grünliberalen werden sich deshalb in der nächsten Legislaturperiode für folgende Anliegen engagieren:

Stadtklima im Auge behalten
Die bauliche Weiterentwicklung von Zürich kann sich negativ auf unser Stadtklima auswirken. Bestimmte Baustrukturen verändern die Durchlüftung, Baukörper speichern Wärme und strahlen sie ab. Auch der Grad der Bodenversiegelung trägt zur Erwärmung des lokalen Klimas bei. Das steigende Verkehrsaufkommen belastet zudem die Luft, während die ungenügende Durchlüftung sich auf die Luftschadstoffkonzentration auswirkt. Eine im Auftrag des Gesundheits- und Umweltdepartements durchgeführte Studie geht in Zürich gar von luftschadstoffbedingten Gesundheitskosten von 190 Millionen Franken pro Jahr aus. Die Grünliberalen wollen deshalb die negativen Auswirkungen der baulichen Weiterentwicklung auf das Stadtklima reduzieren. 

Zur Erreichung der Luftreinhalteziele muss neben der Sanierung von Heizungsanlagen weiterhin die Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsmittel forciert werden.

Die Stadt braucht mehr Grünflächen
Bestehende Grünflächen müssen erhalten und neue geschaffen werden. Diese bieten der Bevölkerung vielfältige Erholungsräume und leisten einen Beitrag zur Biodiversität. Sie sind mit geeigneten (garten) baulichen Massnahmen zu pflegen und – wo angezeigt – aufzuwerten. Weiter ist auf den Baumbestand zu achten und die «Durchgrünung» mittels Gebäudebegrünung (Dach- und Vertikalbegrünung) zu fördern. Bei Flächenversiegelungen sollte eine kompensatorische Entsiegelung in Erwägung gezogen werden.

Ökologische Raumplanung realisieren
Durch eine geschickte Raumplanung kann die Vernetzung der Naturräume in der Stadt gefördert und können gleichzeitig der Siedlungsdruck und der Raumbedarf der Mobilität verringert werden. Unberührte Naturräume, unversiegelte Bodenflächen und eine höchstmögliche Biodiversität sind in der ökologischen Raumplanung genauso zu berücksichtigen wie die Nutzungsbedürfnisse der Zürcher Bevölkerung.

Naherholungsgebiet Wald schützen und nützen
Der städtische Wald soll sowohl Tier als auch Mensch zur Verfügung stehen. Wo nötig und sinnvoll, sind Ruhezonen für Wild und Wald anzuzeigen und durchzusetzen. Gleichzeitig soll ein geeigneter Anteil der Waldfläche für intensivere Nutzungen wie zum Beispiel Mountainbike-Trails bereitstehen. Die isolierten Waldgebiete sollen längerfristig miteinander vernetzt werden.

Rohstoffkreisläufe schliessen
Mit der städtischen Grünabfuhr wurde ein erster Schritt getan, um Gartenabraum und biogene Abfälle ökologisch und mit Energiegewinn zu verwerten. Dabei können wertvolle Rohstoffe für Landwirtschaft und Gartenbau gewonnen werden. Um den Rückgewinnungsgrad zu steigern, soll das Angebot der Grünabfuhr auf Mietliegenschaften erweitert werden. Ebenso soll die Stadt zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um die wertvollen Stoffe aus der Kehrrichtschlacke zurückzugewinnen, statt sie für teures Geld zu deponieren. 

Wasser: Verbrauch senken und in der Freizeit massvoll nützen
Der Zugang zu sauberem Wasser sowie die Sammlung und Reinigung des verbrauchten Wassers sind ein kritischer Teil der städtischen Infrastruktur. Diese Leistungen werden derzeit in hoher Qualität und zu vernünftigen Preisen erbracht, daran gibt es keinen Änderungsbedarf. Einzig der hohe Wasserverbrauch in der Stadt Zürich ist problematisch.
Wir setzen uns dafür ein, das Verursacherprinzip auch hier konsequent bis hin zum Endverbraucher umzusetzen, um das Bewusstsein für die ver(sch)wendete Wassermenge zu schärfen.

Auch bei den städtischen Wasserflächen wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schutz der Natur und Nutzungsbedürfnissen durch die Menschen angestrebt.