Am 30. November
Parolen für den 26. November 2017

5× JA

Matthias Wiesmann berichtet

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Wahlprogramm 2014/18

3. Multimobil denken

Zürich erfreut sich grosser Beliebtheit als Wohn- und Arbeitsort. Mehr Bewohner und mehr Arbeitsstellen führen jedoch zu Mehrverkehr. In Zürich wird der Raum, gerade für Verkehrswege, immer knapper.

Wir wollen, dass sich Personen in der Stadt Zürich sicher bewegen können und die durch Verkehr verursachte Lärm- und Luftbelastung reduziert wird. Deshalb sollen in der Planung und Umsetzung von Verkehrswegen effiziente, sichere, saubere und ruhige Verkehrsmittel Priorität haben. Dazu müssen neue Angebote und Anreize für den öffentlichen und den Langsamverkehr geschaffen werden.

Die Grünliberalen werden sich deshalb in der Legislatur 2014 – 2018 unter anderem für folgende Anliegen einsetzen:

Städteinitiative konsequent umsetzen
Die glp sieht sich in ihren Forderungen durch das Ja der Stadtzürcher Stimmberechtigten zur Städteinitiative bestärkt. Konsequenterweise muss der Velo- und Fussverkehr auch bei temporären Einrichtungen wie z.B. Baustellen vorrangig miteingeplant werden. Der Bedarf an motorisiertem Individualverkehr sollte zunehmend mit Elektromobilität aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die Stadt soll sich für die Schaffung einer City-Maut einsetzen.

Öffentlichen Verkehr ausbauen
Bis 2030 rechnet die VBZ mit einer Passagierzunahme von 30 Prozent. Die heute vorgesehenen Massnahmen reichen jedoch nicht, um die zukünftige Nachfrage nach öffentlicher Mobilität zu decken und Teile des motorisierten Individualverkehrs zu kompensieren. Die Grünliberalen fordern deshalb eine zeitnahe Umsetzung des Rosengartentrams sowie der Tramverbindungen von Affoltern nach Oerlikon bzw. zum Bucheggplatz und von Altstetten zum Hauptbahnhof sowie den punktuellen Ausbau der Busverbindungen – insbesondere in Gebieten, die schlecht erschlossen sind oder einen wichtigen dezentralen Verkehrsknotenpunkt ansteuern. Langfristig ist zu prüfen, ob ein Teil des ÖVs unterirdisch geführt werden kann. Ebenfalls in Erwägung zu ziehen ist die direkte Verbindung der städtischen Bahnhöfe durch eine Ringbahn.

Zentrale Knotenpunkte entlasten
Mit der Eröffnung der Durchmesserlinie wird noch mehr Verkehr direkt ins Zentrum von Zürich geführt. Dank attraktiven Tangentialverbindungen und damit verbunden dezentralen Verkehrsknotenpunkten soll das Zentrum entlastet und dank veränderter Pendlerströme sollen die Quartiere gestärkt werden.

Kein Mehrverkehr durch neue Stadttunnel
Die hohen Kosten, kombiniert mit einem unerwünschten Verkehrsanstieg bei den Tunnelausgängen und nur geringer Immissionsreduktion, sprechen gegen neue Stadttunnel. Die Grünliberalen sind überzeugt, dass die betroffenen Quartiere durch eine Verlagerung des Verkehrs auf die Umfahrung und den ÖV wirksamer entlastet werden.

Auto-, Fussgänger- und Veloverkehr entflechten
Um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen, sollen wo möglich die Verkehrsflächen für verschiedene Fortbewegungsmittel voneinander entflechtet werden. Mischflächen für Fussgänger und Velofahrer sollen nur dann geschaffen werden, wenn für den Veloverkehr keine alternative Routenführung möglich ist.

Veloinfrastruktur zur Verfügung stellen
Die Veloverbindungen in der ganzen Stadt müssen sicherer werden. Veloverleihsysteme sind kostenneutral zu betreiben und durch Private oder eine Public Private Partnership zu finanzieren. Um junge Verkehrsteilnehmende auf die Gefahren des Verkehrs aufmerksam zu machen, sollen weiterhin Verkehrspolizistinnen und -polizisten den Schulunterricht besuchen und Veloparcours auf Pausenplätzen gebaut werden.

Umsteigemöglichkeiten verbessern
Um ein Umsteigen auf den ÖV zu erleichtern, müssen die Park+Ride- Angebote in der Agglomeration ausgebaut werden. Für Velos sind geeignete Parkmöglichkeiten rund um die zentralen Verkehrsknotenpunkte anzubieten.

Pragmatische Parkplatzpolitik weiterführen
Die Grünliberalen der Stadt Zürich stellen sich hinter den historischen Parkplatzkompromiss. Eigentümer, die gemäss heutiger Parkplatzverordnung einen grossen Überhang an Parkierungsmöglichkeiten aufweisen, sollen davon überzeugt werden, bereits bestehende Parkplätze als öffentliche Parkierungsmöglichkeiten anzubieten. Dies würde erlauben im Sinne des historischen Parkplatzkompromisses wertvolle Verkehrsfläche an der Oberfläche zu schaffen und Autos in teils bereits gebauten Parkhäusern unterzustellen. Für das Gewerbe müssen genügend Warenumschlagplätze und Dienstleistungshalteplätze zur
Verfügung stehen.

Mehr Lebensqualität dank weniger Verkehrslärm und sauberer Luft
Quartierstrassen sollen, wo das noch nicht geschehen ist, in Tempo-30- oder Begegnungszonen (in den Quartierzentren) umgewandelt werden. Ausnahmen können dort genehmigt werden, wo der öffentliche Verkehr fährt. Regionale oder kantonale Strassen können bei Tempo 50 belassen werden. Strecken mit erlaubten Höchstgeschwindigkeiten von 80 oder 60 Stundenkilometern sollen auf 50 abklassiert werden. Damit behalten zentrale Strassenverbindungen durch schnelleres Vorankommen ihre Sogwirkung, das Unfallrisiko und die Luftverschmutzung können jedoch weiter eingedämmt werden.

Menschen mit Behinderung unterstützen
Die Trennung verschiedener Verkehrsmittel führt insbesondere für unsichere oder behinderte Verkehrsteilnehmende zu mehr Sicherheit. Menschen mit Behinderung soll der Zugang zu allen öffentlichen Verkehrsmitteln gewährleistet werden. Wo dies aus baulicher oder finanzieller Sicht nicht möglich ist, sollen alternative Lösungen angeboten werden.