Am 30. November
Parolen für den 26. November 2017

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Matthias Wiesmann berichtet

Aus dem Gemeinderat

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Wahlprogramm 2014/18

4. Mit Energie in die Zukunft

Die Verwirklichung der 2000-Watt-Gesellschaft ist uns ein zentrales Anliegen. Der Energieverbrauch muss deshalb verringert und der Anteil erneuerbarer Energien erhöht werden. Als dicht bevölkerter Siedlungsraum bietet Zürich hervorragende Voraussetzungen für die Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft, auch mittels raumplanerischer Instrumente. Die glp setzt für die Erreichung dieser Ziele auf wirtschaftliche Anreize und Lenkungsabgaben.

Die Grünliberalen werden sich deshalb in der nächsten Legislaturperiode für folgende Anliegen engagieren:

Ökologische Sanierungen erleichtern
Bei energetisch vorbildlichen Sanierungen soll den Bauherren eine höhere Ausnutzungsziffer zugestanden werden. So können sowohl der ökologische Ausbau als auch das verdichtete Bauen vorangetrieben werden. Die entsprechenden Formalitäten sind zu vereinfachen.

Minimalstandards für Neubauten einführen
Stadt und Kanton müssen sich dafür einsetzen, dass die Energiestandards für Neubauten strenger werden. Nullenergiehäuser sollten bis 2020 für Neubauten Standard sein. Für den Ersatz von ineffizienten Technologien wie Elektro- oder Ölheizungen, mobilen Klimaanlagen oder Elektrogeräten mit hohem Stand-by-Verbrauch sind wirtschaftliche Anreize zu schaffen. Die Stadt hat die Voraussetzungen zu schaffen, dass Zürich in der Entwicklung von Smart Homes eine Vorreiterrolle einnimmt.

Wärmegewinnung ausbauen
Die Wärmegewinnung muss mittelfristig unabhängig von Öl und Gas möglich sein. Dazu müssen noch vermehrt Solarenergie und Geothermie zur Aufbereitung von Warmwasser eingesetzt sowie vorhandene Biomasse (Holz, Gartenabfälle und Kompost) in Form von Wärme und Strom (Wärmekraftkoppelung) genutzt werden. Ebenfalls ist die Nutzung von Fernwärme und Rohabwasser auszubauen.

Elektrizitätsproduktion nachhaltig gestalten
Das EWZ muss die Energieversorgung der Stadt mit nachhaltiger Energie sicherstellen und aus der Atomkraft komplett aussteigen. Dazu gehören neben Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie auch der Ausbau von Geothermie und Erdwärme sowie der Einbezug von Biomasse. Die Verwendung von Solar- und Brennstoffzellen zur dezentralen
Energieversorgung mit Einspeisemöglichkeit durch Private soll ebenfalls ermöglicht werden. Das Angebot von Energiedienstleistungen ist weiter auszubauen.

Clevere Energieverteilung realisieren
Clevere Netze (Smart Grids) erlauben eine effizientere Verteilung durch lokale Erzeugung und Nutzung der Energie (Microgrids), zusätzliche Stromeinspeisung aus privater Erzeugung (z.B. Solarenergie) und das Brechen von Verbrauchsspitzen. Damit die Messung und Steuerung des eigenen Stromverbrauchs möglich ist und die Stromverbraucher/-innen eigenverantwortlich handeln können, müssen bei anstehenden Austauscharbeiten intelligente Stromzähler auf Basis von offenen Standards flächendeckend installiert werden. Die glp Stadt Zürich sieht darin, zusammen mit der Förderung von «intelligenten» Häusern und E-Mobilität, einen zentralen Schritt in die energieeffiziente Zukunft.