Stadtratswahlen 2018
Markus Baumann berichtet

Aus dem Gemeinderat

Hier geht's zur GLP des Kantons Zürich
Hier geht's zur Schweizer GLP
Beitreten

Jetzt Mitglied werden

Wahlprogramm 2014/18

12. Lebendige Kultur- und Sportszene: Kultur

Zürich ist eine Kulturstadt. Das reiche Angebot trägt zur Lebensqualität der Bewohner/-innen und zur Standortattraktivität der Stadt bei. Unsere Kultureinrichtungen erfüllen moderne Freizeitbedürfnisse. Künstlerisch-kreative Tätigkeiten dienen aber nicht nur der Unterhaltung. Kultur gibt gesellschaftlichen Fragestellungen neue Impulse und ermöglicht Erkenntnisgewinne. Als Vermittlerin unterschiedlicher Generationen und Lebensweisen übernimmt Kultur eine wichtige identitätsstiftende Funktion. Kultur ist eine wichtige Grundlage, auf der sich die Gesellschaft intellektuell weiterentwickelt, und leistet einen Beitrag zu Innovation und Fortschritt. In einer wissensorientierten Welt ist die Kultur- und Kreativwirtschaft auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Das kulturelle Leben in Zürich ist in den letzten 25 Jahren erfreulicherweise farbiger und vielfältiger geworden. Kultur hat ihren Wert und ihren Preis. Der Nettoaufwand für die Kulturförderung der Stadt Zürich lag in den letzten Jahren zwischen 1 und 1,5 Prozent des städtischen Gesamtaufwands. Die grünliberale Kulturpolitik will die Vielfalt des künstlerischen Schaffens und das breite Kulturangebot erhalten und fördern.

Die Grünliberalen werden sich deshalb in der nächsten Legislaturperiode für folgende Anliegen einsetzen:

Künstlerische Freiheit respektieren
Es gehört zum Wesen der Kunst, dass sie ab und zu Grenzen überschreitet, provoziert oder die öffentliche Hand, die sie füttert, beisst. Damit können und wollen wir leben. Kulturelle Experimente von heute werden die klassischen Werke von morgen. Wir wollen deshalb die künstlerische Freiheit gegen zunehmende Angriffe schützen und den Einfluss der Politik auf das Schaffen der Künstler/-innen so gering wie möglich halten. Gerade weil Kulturpolitik sich um weit mehr als die blosse Frage der Finanzierung von Kulturinstitutionen sowie Künstlerinnen und Künstlern dreht, sollen Bewertungsmassstäbe der Kunstförderung weiterhin in Kommissionsarbeit durch sich regelmässig erneuernde und dadurch unabhängige Fachgremien definiert werden.

Künstlerische Vielfalt und finanzielle Mittel erhalten
Die Stadt Zürich soll die Kultur im bisherigen Umfang fördern. Um Neues zu ermöglichen, müssen aber auch die Bereitschaft und der Mut da sein, bestehende Ansprüche zu hinterfragen. Damit bei gleichbleibendem Budget nicht nur die etablierten Kulturorte bestehen bleiben, muss sichergestellt werden, dass die Finanzierung der drei grossen Institutionen – Kunsthaus, Schauspielhaus und Tonhalle – genügend Spielraum für andere lässt. Dasselbe gilt für die Kriterien der Vergabe von Räumen, welche mit der auf Rotation ausgerichteten, neuen Atelierpolitik der Stadt nun verbessert wird.

Gleichzeitig wollen wir Möglichkeiten prüfen, um weitere Anreize für die private Kulturförderung zu schaffen, beispielsweise durch Steuerabzüge für private Mäzene. Wir wollen durch die Verteilung der vorhandenen Mittel dafür sorgen, dass nicht nur die etablierte Kunst fortbesteht, sondern auch neue Bewegungen entstehen können.

Kulturstandort stärken
Um den Kulturstandort Zürich national und international zu stärken, unterstützen wir Vorhaben wie die Manifesta 2016 und das zeitgleich stattfindende Dada-Jubiläum. Weil Quantität von kulturellen Grossvorhaben nicht automatisch Qualität bedeutet, muss Zürich als Kulturstandort aber auch klare Akzente setzen.

Jugendkultur fördern
Jugendkultur bietet willkommene Freizeitbeschäftigung, langfristige Entwicklungsperspektiven und kann als fruchtbares Fundament für die Kreativwirtschaft dienen. Mit Bandräumen und selbstverwalteten Kunsträumen können Jugendliche auf eine Art und Weise unterstützt werden, die kreativ und integrativ ist.

12. Lebendige Kultur- und Sportszene: Sport

Zürich ist auch eine Sportstadt. Für das reiche Angebot sorgen über 500 Sportvereine, darunter Spitzenclubs mit nationaler und internationaler Ausstrahlung im Fussball, Eishockey, Volleyball, Handball und in weiteren Sportarten. Wir erkennen die positive Wechselwirkung zwischen Spitzen- und Breitensport und schätzen den Sport für seinen wichtigen Beitrag an die Gesellschaft. Er bietet den Menschen einen Ausgleich zum Alltag und Herausforderung, er ist aber auch wichtig für die Erhaltung der körperlichen und geistigen Gesundheit. Die Stadt schafft deshalb die Rahmenbedingungen für die sportliche Entfaltung und stellt ausreichend Infrastruktur für den Spitzen- und den Breitensport
zur Verfügung.

Die Stadt Zürich ist überdies Gastgeberin zahlreicher Sportanlässe, welchen grosse gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung zukommt und welche die Aufmerksamkeit auch international auf Zürich lenken. Die Durchführung von Sportveranstaltungen und die Organisation des Sportbetriebs ist in erster Linie Aufgabe privater Verbände und Vereine, doch werden diese dabei nach Möglichkeit durch die Stadt unterstützt.

Die Grünliberalen werden sich deshalb in der nächsten Legislaturperiode für folgende Anliegen einsetzen:

Sportvereine unterstützen
Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder betreiben in zahlreichen Vereinen der Stadt Zürich den Sport ihrer Wahl. Damit leisten die Sportvereine nicht nur einen Beitrag zur Gesundheit und Fitness der Bevölkerung, sondern auch zur sozialen Integration und zur Überwindung gesellschaftlicher Hürden – gerade bei Kindern und Jugendlichen ein wichtiger Aspekt. Da viele Sportvereine auf Freiwilligenarbeit basieren, soll die Stadt Zürich diese Leistung so weit wie möglich unterstützen, namentlich durch eine geeignete Infrastruktur und ein klares Engagement für die Junior/-innen in den Sportvereinen.

Individualsport fördern
Nicht alle Sportlerinnen und Sportler haben das Bedürfnis, sich in Vereinen zu organisieren. Zahlreiche Joggerinnen, Biker, Inlineskater innen und Feierabendkicker zeugen davon. Auch ihnen soll eine geeignete Infrastruktur zur Verfügung stehen. Dazu gehören Grünflächen, Wiesen, Wälder sowie Bike- und Velowege, welche die verschiedenen Aktivitäten auf engem Raum ermöglichen, ohne andere zu beeinträchtigen.

Schulsport stärken
Dem Schulsport kommt eine grosse Bedeutung zu, und er soll fester Bestandteil der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen sein. Er bietet eine Abwechslung zum normalen Schulunterricht und sensibilisiert für einen gesunden Umgang mit dem Körper. Im Schulsport können Kinder und Jugendliche überdies den sportlichen Wettbewerb
und das Erreichen gemeinsamer Erfolge erlernen.